Leo, die sprechende Kapelle ...
Leo, die sprechende Kapelle ...

Chronik von Tronetshofen

Tronetshofen

Wissenswertes über Tronetshofen

 

 

Blick in die Geschichte

 

Die Ortschaft Tronetshofen, 25 km südwestlich von Augsburg im schönen Schmuttertal gelegen, entstand vor ca. 1000 Jahren.

 

In einer Urkunde, in der es um den Nachweis geht, dass im Jahre 981 ein edelfreier Mann, Reinhard von Reinhartshofen und seine Gemahlin dem Kloster der heiligen Afra in Augsburg ihr Gut in Reinhartshofen übergaben, werden als Zeugen mehrere Adlige aus nahegelegenen Orten (unter anderem Fischach, Langenneufnach, Siegertshofen und Tronetshofen) aufgeführt, darunter ein Ludevicus de Truonshoven.

 

Die Grundherrschaft über Tronetshofen übte von 1300 bis 1600 das Kloster St. Ulrich und Afra, das Geistspital Augsburg, die Feste Hattenberg, der Augsburger Konrad Illsung, das Augsburger Kloster St. Georg, die Seifriedsberger und das Kloster St. Moritz aus. Dieses konnte bis 1530 den größten Teil von Tronetshofen erwerben.

 

Im Jahre 1531 wurde Tronetshofen an Meimund Fugger zu Mickhausen veräußert. Unter dieser Herrschaft blieb der Ort bis in das 19. Jahrhundert.

 

In Tronetshofen gab es im Jahre 1613 acht Häuser. Unter den damaligen Bewohnern war auch ein Zapfenwirt. Die Einwohnerzahl ging durch die Pest im Jahre 1732 von 52 auf neun zurück, stieg jedoch bis 1777 wieder auf 43 Personen an. Im Jahre 1747 wurde die St. Leonhardskapelle erbaut. Die Meßerlaubnis wurde jedoch erst im Jahr 1826 erteilt.

 

Der österreichische Obrist Koleffel beschrieb im Jahre 1750 das Dorf wie folgt: „Ein Weyler, von 9 Feuerstätten, worunter ein Zapfen-Wirth war. Hier haben die Bauern schlechten Feld-, Flachsbau und Viehzucht, dahingegen viel Holz, Kern- und Steinobst, das sie in der Stadt Augsburg verkaufen, neben welchem dieselbe sich mit Flachs-Spinnen ernähren.“

 

Siedlungsgeschichtlich gehören Siegertshofen, Tronetshofen, Willmatshofen, Fischach und Wollmetshofen zu jener Epoche, in der sich Menschen im Tal eines Gewässers niederließen, die Landnahme abseits der Talniederungen vollzog sich später. So wurde Itzlishofen (auf der Anhöhe) erst 1451 erstmals erwähnt.

 

Veränderungen der Herrschaftsverhältnisse

 

Für Tronetshofen und Itzlishofen brachte das 19. Jahrhundert durch die Französische Revolution und die nachfolgenden napoleonischen Kriege erhebliche Veränderungen der Herrschaftsverhältnisse. In den Jahren 1803 und 1804 verloren die bisher bestimmenden geistlichen und weltlichen Herren die Verfügungsgewalt über Dörfer und Höfe, die Regierungsgewalt wurde dem bayerischen König übertragen.

 

Die Neugliederung des Landes erfolgte nach den Plänen des bayerischen Ministers Graf Maximilian von Montgelas. Itzlishofen, Siegertshofen und Tronetshofen wurden dem Landgericht Schwabmünchen zugeordnet, dem sie nun direkt unterstanden.

 

Mehr Eigenständigkeit brachte das Gemeindeedikt von 1818 allerdings nur für solche Gemeinden, die über Gemeindeeigentum (Gemeindewald, Krautgarten, Weideflächen und Liegenschaften wie Schmiede und Mühle) verfügten. Itzlishofen und Tronetshofen entsprachen nicht den Anforderungen der Obrigkeit. So wurde 1818 die politische Gemeinde Kreuzanger gebildet, die sich aus den Orten Itzlishofen, Kreuzanger und Tronetshofen zusammensetzte.

 

Trotz mancher Bestrebungen der Bewohner Itzlishofens und Tronetshofens und trotz mehrfacher Anträge der für beide zuständigen Pfarreien Willmatshofen und Siegertshofen (für den südlichen Teil Tronetshofens) auf Selbstständigkeit blieb die politische Gemeinde Kreuzanger bis zur nächsten Gebietsreform bestehen. Erst 1972 kamen Itzlishofen und Tronetshofen zur Marktgemeinde Fischach und damit zum Landkreis Augsburg, Kreuzanger wurde der Stadt Bobingen zugeordnet.

 

Arno Mögele

 

Blick auf Tronetshofen um die Jahrhundertwende

Moment mal ...

... Untätigkeit schwächt, Übung stärk, Überlastung schadet.

             Sebastian Kneipp

Tagesevangelium

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

(17. Juli 2019)

 

„Ich frage euch etwas: lest ihr jeden Tag einen Abschnitt aus dem Evangelium? Ja, nein …
Das ist nicht schwer."

Papst Franziskus 

Monatsbrief

Liebe Freunde,

Danke und Vergelt´s Gott an alle, die bei der feierlichen Wiedereröffnung meiner neu sanierten Kapelle mitgeholfen haben. Ich als Kapelle kann die sinngemäßen Worte von Weihbischof Florian Wörner nur unterstreichen: Jeder hat nicht nur eine Mission, sondern jeder ist eine Mission. Jeder kann zur Quelle für seine Mitmenschen werden. Einen schönen Sommer wünscht Euch ...

... Euer Leo, die sprechende Kapelle aus Tronetshofen

(1. Juli 2019)

Unser Papst

Mit fast neidischen Blicken schaue ich einfache Dorfkapelle nach Rom zu meiner Kapellenschwester "Santa Marta". Fast täglich (außer Juli, August, Papstreisen usw.) predigt hier  Papst Franziskus. Und was er da alles sagt ... das könnt Ihr auf folgendem Link von kath.net täglich neu erfahren: mehr

Clemens Pickel Bischof, Saratow

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