Leo, die sprechende Kapelle ...
Leo, die sprechende Kapelle ...

Entdecke Gott als wirklichen Gesprächspartner und Freund ...

Liebe Freunde,

die Art, wie wir mit Gott sprechen, ist meist entscheidend für unsere Freude oder Langeweile in Bezug auf unseren Glauben. Wenn wir den Namen Gottes im Gebet zwar aussprechen, aber nicht glauben, dass er am "anderen Ende der Leitung" uns auch zuhört, ist unser Gebet wohl eher ein Plappern. Oder eben ein Stolperstein für unsere Gemeinschaft mit Gott. Ab dem Moment, wo wir uns bewußt werden, dass unser Gebet wirklich eine Begegnung mit dem allmächtigen und liebenden Gott ist, wird es spannend und gar nicht mehr langweilig... Es geht um eine wirkliche Beziehung zu unserem Schöpfer, die tatsächlich für jeden möglich ist ... Bischof Oster hat dazu in seinem Hirtenwort etwas geschrieben.

Liebe Grüße von Leo,

Eurer sprechenden Kapelle aus Tronetshofen

 

Liebe Schwestern und Brüder,

 

Papst Franziskus hat uns mit seinem Schreiben „Evangelii gaudium“ (Die Freude des Evangeliums) eine Art Programm seines Pontifikates vorgelegt, über das ich sehr froh bin. … Der Papst schreibt im ersten Satz des erwähnten Textes: „Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen“. Ja, es geht um Freude. Aber es geht um eine Freude, die aus einer echten Begegnung mit Jesus kommt. Eine solche Begegnung ist keine Selbstverständlichkeit, nur weil wir regelmäßige religiöse Praktiken haben.

Ich erinnere mich an eine sehr bewegende Begegnung mit einer Frau, die ich über einen längeren Zeitraum begleiten durfte in einer Gruppe, die über Fragen des Glaubens sprechen wollte. In den gemeinsamen Begegnungen wurde viel diskutiert, erklärt, vertieft. Wir haben freilich auch miteinander gebetet. Es war eine Frau, die sich davor schon Jahrzehnte mit großer Treue in ihrer Pfarrei engagiert hatte. Irgendwann, nach etwa eineinhalb Jahren in diesem Gespräch mit der Gruppe sagte sie einmal tief bewegt: „Ich habe jetzt erst verstanden, dass es in unserem Glauben wirklich um Jesus geht“.

Liebe Schwestern und Brüder, ein solcher Satz ist eigentlich eine Banalität. Wir heißen Christen und jeder weiß, der in einen christlichen Gottesdienst geht oder in den Schulunterricht oder zu einer Veranstaltung des Glaubens, dass immerfort Jesus im Mittelpunkt steht. Immer wird von Ihm gesprochen. Aber die Frage ist: „Findet das nur in meinem Kopf statt?“ Sage ich – wenn ich das Wort Jesus spreche – ein theologisches Wort, das ich halt irgendwann gelernt habe? Oder sage ich es, weil ich wirklich von Ihm selbst berührt worden bin, weil ich Ihn kenne, weil ich mit Ihm eine Erfahrung gemacht habe wie diese Frau?

Liebe Schwestern und Brüder: Über Jesus etwas nur im Kopf zu wissen einerseits und mit Ihm in einer persönlichen Beziehung zu leben andererseits, ist ein buchstäblich himmelweiter Unterschied. Und alle unter Ihnen, die schon wissen, wovon ich spreche, möchte ich herzlich beglückwünschen und sagen: Pflegen Sie diese Erfahrung, diese Beziehung, vor allem durch ein betendes Herz, durch das Meditieren der Hl. Schrift und anderes mehr.

Und jedem und jeder, die erst noch vage ahnen, wovon ich spreche, möchte ich sagen: Suchen Sie den Herrn voller Sehnsucht. Bitten Sie Ihn, dass er Ihnen die Türe zu einer persönlichen Beziehung öffnen möge, zu einer Beziehung, die – wie Papst Franziskus sagt – Ihr Herz mit Freude erfüllt. So, dass Sie wirklich von einer konkreten Erfahrung, einer inneren Berührung berichten können, wie meine Bekannte: „Ich habe jetzt erst wirklich verstanden, dass es in unserem Glauben wirklich um Jesus geht.“ …

 

Liebe Schwestern und Brüder, müssen wir es nicht ehrlich sagen: Wie viele unserer Frömmigkeitsübungen sind manchmal nur Leerformeln und Selbstbespiegelung? Und wie viele unserer Aktionen in der Praxis sind oft nur Aufrechterhaltung des Betriebs, die auch der Selbstbestätigung dient? Aber damit solche Schlagseiten nicht überhand nehmen, dürfen wir uns alle immer neu wirklich und ehrlich zu Jesus hinwenden. Wir wollen Ihn kennen lernen, verstehen lernen, lieben lernen, damit unser Gebet ehrlich und tief und unsere Praxis voll Liebe wird. …
 

Finden wir alleine und gemeinsam hinein in Formen des Gebetes, in Formen echter Hinwendung zu Ihm, in Formen erneuerter Praxis. …

 

Wir brauchen mehr von der Fähigkeit, unsere eigenen Erfahrungen im Licht der Gegenwart des Herrn zu deuten und zum Sprechen zu bringen. Wir brauchen mehr Mut, Ihn in unserer Umgebung zu bezeugen, wir brauchen Sprachkompetenz im Glauben und wir brauchen in allem immer mehr Kenntnis und Liebe von Jesus selbst, unserem König. Ich freue mich, dass ich mich mit Ihnen allen gemeinsam auf den Weg machen darf, auf den Weg der tieferen Entdeckung unseres Herrn in der Kirche von Passau. Ich bin gespannt, wo er uns überall entgegen kommt und wo er, vielleicht unerkannt, längst schon da ist.

In Christus bin ich Ihnen allen herzlich verbunden und segne Sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Gegeben am Christkönigssonntag, 23. November 2014
Dr. Stefan Oster SDB
Bischof von Passau

 

Moment mal ...

... was du hast, können viele haben. Was du bist, kann aber keiner sein.

Tagesevangelium

Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun?

(13. November 2019)

 

„Ich frage euch etwas: lest ihr jeden Tag einen Abschnitt aus dem Evangelium? Ja, nein …
Das ist nicht schwer."

Papst Franziskus 

Unser Papst

Mit fast neidischen Blicken schaue ich einfache Dorfkapelle nach Rom zu meiner Kapellenschwester "Santa Marta". Fast täglich (außer Juli, August, Papstreisen usw.) predigt hier  Papst Franziskus. Und was er da alles sagt ... das könnt Ihr auf folgendem Link von kath.net täglich neu erfahren: mehr

Monatsbrief

Liebe Freunde,

nun sind wir in meinem Lieblingsmonat angekommen. Der 6. November ist mein Namenstag: Sankt Leonhard. Am Samstag, den 9. November haben wir um 9.00 Uhr eine feierliche Heilige Messe in meinen Räumen. Anschließend gibt es einen "Frühschoppen" im nahen Feuerwehrhaus. Eine herzliche Einladung zur Heiligen Messe und zum anschließenden Treffen im Feuerwehrhaus...

... Euer Leo, die sprechende Kapelle aus Tronetshofen

(2. November 2019)

Clemens Pickel Bischof, Saratow

Fast täglich schreibt Bischof Pickel einige Zeilen an Freunde und Interessierte über den Alltag in seiner Diözese in Russland. Ein wunderbarer Bischof, Priester, Mensch und Erzähler ...   zum Blog

 

Leben lohnt sich!

Wer will mehr Freude und Sinn für sein Leben haben? Alle! Ja, dann sofort den Button "mehr" unter dem Text anklicken und einen Abschnitt aus dem Büchlein "Es lohnt sich zu leben" lesenmehr

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