Leo, die sprechende Kapelle ...
Leo, die sprechende Kapelle ...

Die liebe Not mit der Beichte ...

Liebe Freunde,

die Beichte als Stolperstein auf Eurem religiösen Weg? Das kennen wohl die meisten von Euch. Eigentlich ist die Beichte ja gerade dazu da, Stolpersteine zu beseitigen. Darum empfiehlt die Kirche ihren Gläubigen auch die Beichte in überschaubaren Abständen.

Das Wort des Priesters: "Deine Sünden sind dir vergeben!" ist wunderbar und durch kein noch so notwendiges psychologisches Gespräch zu ersetzen. Vergeben ist mehr! Der Auftrag und die Vollmacht dazu kommt von Jesus Christus persönlich.

Die Geschichte der sogenannten Ohrenbeichte geht bis auf die Apostel zurück. Bereits in den ersten Jahrhunderten wird darüber in verschiedenen Schriften berichtet. Es ist also keine Erfindung des Mittelalters.

Das Beichtgeheimnis des Priesters ist das am strengsten eingehaltene Gesetz der Welt! Und: Der Priester ist im Beichtstuhl Stellvertreter für Jesus und hat sich an die Liebe und Güte des Gottessohnes - sprich des barmherzigen Vaters - zu orientieren. Eure sprechende Kapelle ist Euch in diesem Punkt neidisch. Oder wißt Ihr, wohin eine Kapelle zum Beichten gehen könnte ...

Der folgende Auszug aus einem Text von Bischof Gregor Maria Hanke OSB bietet evtl. eine Möglichkeit, den Stolperstein Beichte aus einer anderen Sicht zu sehen.

Liebe Grüße von Leo,

Eurer sprechenden Kapelle aus Tronetshofen

 

 

Liebe Schwestern und Brüder,

 

… der Artikel von der Vergebung der Sünden im Glaubensbekenntnis macht uns indirekt aufmerksam auf die Dimension der Gefährdung unseres Lebens durch die Mächte des Bösen und durch unseren schwachen Willen. Der Mensch kann sich Gottes Heilswillen und Gottes Wegweisung verweigern. …

Als Getaufte, die in Beziehung mit Christus und seiner Kirche leben, sind wir der Gefährdung durch das Böse nicht einfach ausgeliefert. …

Während die Sünde den liebenden Blick Gottes auf mich verdunkelt, reinigt die sakramentale Beichte und setzt mich wieder neu dem liebenden Blick Gottes aus. Beichte ist Umkehr in die größere Liebe. Die Gottesgabe der Liebe will in mir erstarken. Der Empfang des Bußsakramentes dient letztlich dem Wachstum der Liebe Gottes in mir.  …

 

Das Sakrament der Buße und die Eucharistie gehören zusammen: Leider besteht die Gefahr, dass die Beichte in unseren Pfarreien zum vergessenen Sakrament wird. Der häufige Kommunionempfang hingegen ist eine Selbstverständlichkeit. Sollte die große Kluft in unseren Pfarrgemeinden zwischen dem häufigen Kommunionempfang und dem krassen Rückgang der Beichtpraxis am Ende auf einen schwach gewordenen Eucharistieglauben hinweisen? …

Wir wollen uns in der Feier des eucharistischen Opfers mit der Hingabe Christi vereinen. Dazu braucht es die stetige Bekehrung als inneren Akt, der sich in der persönlichen Begegnung mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn ereignet. Die Einzelbeichte in der Haltung der Reue, mit dem Bekenntnis der Sünden und dem guten Vorsatz als Ausdruck der Hoffnung führt nicht nur mich Christus zu, sondern durch den Dienst des Priesters kommt er auch auf mich zu, um Versöhnung zu schenken, wie es im Gleichnis vom barmherzigen Vater überliefert ist, als der verlorene Sohn von langen Irrwegen heimkehrte und der Vater ihm voll Freude entgegeneilte.

Schwierigkeiten mit der sakramentalen Einzelbeichte
In Gesprächen haben mir Gläubige immer wieder ihre Not mit der sogenannten Ohrenbeichte geschildert. Sie wissen nicht recht, was sie beichten sollen.
"Ich stelle doch nichts Schlimmes an. Und ich müsste von Beichte zu Beichte stets dasselbe sagen." So hörte ich es.

Doch bedenken wir einmal, wie sensibel wir bereits auf kleine Schwächen und Fehler unserer Mitmenschen reagieren und uns daran reiben. Im Zusammenleben in der Familie oder im Miteinander in der Arbeit entwickeln wir uns geradezu zu Fachleuten für die Fehler anderer. Wir wüssten, was sie zu beichten hätten. Das wiederum besagt doch: die Welt, in der ich lebe, ist nicht frei von Fehlern und Sünden. Diese Erkenntnis gilt es auf mich selbst zu übertragen.

Ein anderer Einwand gegen die sakramentale Einzelbeichte lautet: "Ich kann meine Sünden Gott ganz persönlich sagen! Was brauche ich da einen Priester, vor dem ich meine Sünden bekennen soll?"

… Die Bereitschaft zur Entschuldigung kann zum Befreiungsschlag für einen Neubeginn werden. Keineswegs würde es genügen, wollte jemand nach einer Auseinandersetzung die Position einnehmen: Es reicht doch, wenn ich mich bei Gott entschuldige. Sünde stört immer auch die Gemeinschaft. Sünde als Störung im Lebensnetzwerk leuchtet uns durchaus ein, wenn es um Umwelt und Ökologie geht. Mein umweltschädliches Verhalten beeinträchtigt die Lebensqualität anderer. Erst recht hat es auf die Gemeinschaft der Getauften und Gefirmten, auf die Kirche Auswirkungen, wenn ich Gottes Weisungen missachte. Bei der Einzelbeichte versieht der Priester den Dienst der Versöhnung im Namen der Kirche.

Die Vergebung im Sakrament der Buße bedarf folglich meiner Bereitschaft, anderen zu vergeben, nicht nur meine Haltung der Reue und mein Sündenbekenntnis. Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern, beten wir im Vater unser.

Lassen Sie sich darauf ein, in überschaubaren Abständen die hl. Beichte zu empfangen.

… Wo wir uns der Sünde stellen, da haben wir das Christsein gewonnen. Wir gliedern uns wieder voll ein in die "Solidargemeinschaft" der Kirche.

… Dazu segne Sie der Dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Ihr
Gregor Maria Hanke OSB
Bischof von Eichstätt

Auszüge aus dem Hirtenwort vom 17. Februar 2013

 

 

Moment mal ...

...wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren.

             Antoine de Saint-Exupéry

Tagesevangelium

Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

(16. Dezember 2018)

 

„Ich frage euch etwas: lest ihr jeden Tag einen Abschnitt aus dem Evangelium? Ja, nein …
Das ist nicht schwer."

Papst Franziskus 

Monatsbrief

Liebe Freunde,

ich wünsche Euch einen Advent, der Eure Herzen froh macht. Ich wünsche Euch besinnliche Stunden, in denen Ihr bis an den Grund Eurer Seele vordringt. Ich wünsche Euch gesellige Abende, in denen Ihr jemanden für ein gemeinsames Spiel findet. Ich wünsche Euch Gedanken, die Euch Freude bringen. Ich wünsche Euch Begegnungen, die in ein gutes Gespräch führen. Ich wünsche Euch eine Liebe, die alles Böse aus Euren Herzen vertreibt. Ich wünsche Euch eine Zeit des Friedens und der Umkehr. Ich wünsche Euch einen Advent voll Hoffnung - gegen alle Hoffnungslosigkeit - weil JESUS CHRISTUS die Türe zum Himmel auch für DICH geöffnet hat ...

... Euer Leo, die sprechende Kapelle aus Tronetshofen

(1. Dezember 2018)

Unser Papst

Mit fast neidischen Blicken schaue ich einfache Dorfkapelle nach Rom zu meiner Kapellenschwester "Santa Marta". Fast täglich (außer Juli, August, Papstreisen usw.) predigt hier  Papst Franziskus. Und was er da alles sagt ... das könnt Ihr auf folgendem Link von kath.net täglich neu erfahren: mehr

Clemens Pickel Bischof, Saratow

Fast täglich schreibt Bischof Pickel einige Zeilen an Freunde und Interessierte über den Alltag in seiner Diözese in Russland. Ein wunderbarer Bischof, Priester, Mensch und Erzähler ...   zum Blog

 

Leben lohnt sich!

Wer will mehr Freude und Sinn für sein Leben haben? Alle! Ja, dann sofort den Button "mehr" unter dem Text anklicken und einen Abschnitt aus dem Büchlein "Es lohnt sich zu leben" lesenmehr

    Links

Heilige

Maria,

wir danken dir für dein Kommen am 13. Mai 1917 in Fatima.

Barmherzig?

Der Weg in den Himmel führt in der Regel über die Werke der Barmherzigkeit.

Jahre der Barmherzigkeit/Texte zu allen 14 Barmherzigkeitswerken

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Leonhardskapelle