Leo, die sprechende Kapelle ...
Leo, die sprechende Kapelle ...

Das Wichtigste? Oder: Immer mehr!

Liebe Freunde,

was ist für Euch das Wichtigste? Das Leben bietet heute zahlreiche Chancen und Möglichkeiten. Wie soll man sich da entscheiden? Was kann Euch helfen, bei allem Überfluss an Angeboten, das Wichtigste nicht zu übersehen? Wie leicht können wir über unser "immer mehr haben wollen" stolpern? Mir, der sprechenden Kapelle, hat der folgende Text, den ich bei einer Predigt still und heimlich mitgeschrieben habe, so gut gefallen, dass ich ihn Euch erzählen möchte.

Liebe Grüße von Leo,

Eurer sprechenden Kapelle aus Tronetshofen

 

Vergiss das Wichtigste nicht!

 

Während einem Waldspaziergang öffnete sich vor einer Mutter mit ihrem Kind eine geheimnisvolle Tür. Aller Reichtum und alle Schönheit schien hinter dieser Tür Wirklichkeit zu werden. Eine Stimme erklang mit den Worten, dass der Frau eine halbe Stunde Zeit geschenkt sei, um sich von diesem Reichtum zu bedienen. Bedingung sei aber, dass sie alles mit ihren Händen tragen muss und dass die Tür unerbittlich nach 30 Minuten schließen werde.

 

Die Frau mit dem Kind auf dem Arm nahm Gold und Schmuck. Sie eilte durch die unterirdische Schatztruhe und fand immer schönere und kostbarere Dinge. Schließlich legte sie das Kind kurz zur Seite, um mit beiden Händen mehr ins Freie schaffen zu können. Plötzlich erklang eine Stimme: Du hast noch zehn Minuten Zeit – vergiss das Wichtigste nicht!

 

Die Frau beeilte sich und fand immer noch wertvollere Gegenstände. Wieder ertönte die Stimme: Du hast noch fünf Minuten Zeit – vergiss das Wichtigste nicht! Die Frau wunderte sich über das Wort und meinte das Wertvollste noch übersehen zu haben.

 

Eine Minute vor Schluss erklang die Mahnung noch einmal: Vergiss das Wichtigste nicht! In letzter Sekunde und mit übervollen Händen stürmte sie aus der Tür ins Freie. Geschafft! Hinter ihr wurde das Tor verschlossen. In diesem Moment erst erkannte die Mutter, dass sie ihr Kind nicht bei sich hatte. Bittere Tränen rannen ihr über das Gesicht. Aller Reichtum erschien ihr wertlos. Das Tor jedoch war verschlossen und nicht mehr zu sehen…

 

Diese Geschichte kann leicht zur Beschreibung unseres Lebens werden. Vergiss das Wichtigste nicht! Wir suchen Erfolg, Reichtum, Spaß, Gesundheit, Macht und Anerkennung. Wer möchte die Angebote der Welt von heute versäumen? Wir eilen durch den Tag und können leicht den Aufruf überhören oder falsch verstehen: Vergiss das Wichtigste nicht!

Ohne Gott ist alles nichts und mit Gott wird aus allem etwas. Das „mit Gott“ besteht zu einem entscheidenden Punkt in der regelmäßigen Anbetung. Anbetung wiederum ist nichts anderes, als mit unserem Gott und Schöpfer in Kontakt zu treten. Was im ersten Moment manchem als überfromm oder unrealistisch erscheinen mag, ist in Wirklichkeit einfach, schön und vollkommen unkompliziert. Es ist für jeden machbar – je eigentlich sogar unverzichtbar. Denken wir an die Stimme: Vergiss das Wichtigste nicht!

Moment mal ...

... mein Ziel ist es stinkreich zu werden: reich an Wissen, reich an Humor, reich an Liebe usw.
 

Tagesevangelium

Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

(13. Juli 2020)

 

„Ich frage euch etwas: lest ihr jeden Tag einen Abschnitt aus dem Evangelium? Ja, nein …
Das ist nicht schwer."

Papst Franziskus 

Unser Papst

Mit fast neidischen Blicken schaue ich einfache Dorfkapelle nach Rom zu meiner Kapellenschwester "Santa Marta". Fast täglich (außer Juli, August, Papstreisen usw.) predigt hier  Papst Franziskus. Und was er da alles sagt ... das könnt Ihr auf folgendem Link von kath.net täglich neu erfahren: mehr

Monatsbrief

Liebe Freunde,

und immer noch ist Corona-Zeit. Ein Teil der Menschen ist dankbar, dass wir in Deuschland bisher recht gut durch diese Zeit gekommen sind. Ein anderer Teil sieht sich durch die guten Zahlen bestätigt, dass alles gar nicht so schlimm ist. Ein Blick in so manch anderes Land kann in diesem Fall hilfreich sein. Und dennoch sind wir zum Lernen aufgefordert: Mit welchen Ideen können wir - bei einem evtl. erstarken des Virus bei uns - die Folgen für Kinder, Kranke und alte Menschen menschlicher gestalten. Eine Kontaktsperre für Menschen in z.B. Altenheimen ist unmenschlich. Eigene Räume, Schutzkleidung, Trennwände usw. sollen es nicht mehr so weit kommen lassen. Nützen wir die Zeit. Jeder auf seine Art und Weise. Schenken wir Zuneigung, gute Worte usw. Leben wir die Liebe...

... Euer Leo, die sprechende Kapelle aus Tronetshofen

(3. Juli 2020)

PS. Ein Christ glaubt, dass sein Leben mehr als 80, 90 oder gar 100 Jahre dauert, ja sogar ewig währt - gar keine so schlechte Aussicht.

Clemens Pickel Bischof, Saratow

Fast täglich schreibt Bischof Pickel einige Zeilen an Freunde und Interessierte über den Alltag in seiner Diözese in Russland. Ein wunderbarer Bischof, Priester, Mensch und Erzähler ...   zum Blog

 

Leben lohnt sich!

Wer will mehr Freude und Sinn für sein Leben haben? Alle! Ja, dann sofort den Button "mehr" unter dem Text anklicken und einen Abschnitt aus dem Büchlein "Es lohnt sich zu leben" lesenmehr

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Der Weg in den Himmel führt in der Regel über die Werke der Barmherzigkeit.

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