Leo, die sprechende Kapelle ...
Leo, die sprechende Kapelle ...

Perfekt sein oder glücklich werden ...

Liebe Freunde,

als sprechende Kapelle sollte man sich schon sehr korrekt benehmen. Kleine Sprach- oder Rechtschreibfeler werden schnell peinlich. Bei Euch Menschen muss es wohl ähnlich sein. Ich habe gehört, dass sich manche Menschen wegen ihrer vermeintlichen Fehler und ähnlichem so sehr schämen, dass sie sich kaum aufrecht auf die Straße trauen. Ich sage Euch dazu: Nur Mut! Lasst die Perfektion nicht zum Stolperstein für Euer von Gott gegebenes Selbstbewußtsein werden. Klar, bemühen sollt Ihr euch schon, aber den Kopf hängen lassen? Nein!

Liebe Grüße von Leo,

Eurer sprechenden Kapelle aus Tronetshofen

 

Nicht perfekt? Ich auch nicht!

 

Im Eifer der Übung oder aufgrund von verschiedenen Büchern und esoterischen Praktiken wächst in uns leicht die Überzeugung, alles mit unserem Denken und Tun zu beherrschen: mich, dich und wenigstens das halbe Universum. Grenzen, Fehler und missglückte Versuche bedeuten somit eigenes Unvermögen und eigene Schuld. Um wirklich und ehrlich frei und glücklich zu werden, sollten wir lernen, unsere eigenen Grenzen, Fehler und Unfähigkeiten anzunehmen.

 

„Kürzlich las ich in einem Buch, dass ich mit meinen Gedanken und mit meinem Willen mich und meine Umwelt absolut steuern kann. Gesundheit, Reichtum, Freunde, Frieden und sonstiges Glück liegen in meiner Hand. Ich muss es nur wollen. Diese Idee faszinierte mich. Bei näherem Nachdenken wurde mir jedoch schnell klar, dass diese Rechnung ohne mein Gegenüber, der ja auch diesen freien Willen hat, und ohne Gott, der die Allmacht des Schöpfers in sich trägt, gemacht wurde. Ich kann durch meine Art und durch meine Gedanken viel
beeinflussen, eine Allmacht habe ich aber nicht. Es tut auch gut zu wissen, dass ich nicht selbst für jede Krankheit und für jeden Gipsfuß verantwortlich und schuld bin. Auch muss ich mich in der Öffentlichkeit nicht für jede üble Situation, in der ich gerade stecke, rechtfertigen. Wenn ich für alles selbst Schuld tragen würde, wäre dies anders. Nicht auszumalen, wenn ich mit meinen Gedanken alles erreichen könnte, was ich will. Wie leicht würde ich so manches zerstören. Wie oft habe ich schon wunderbare Fügungen erlebt. Zu diesen Gedanken kommt noch eine weitere Überlegung: Ich mache Fehler. Es ist also höchst absurd, wenn ich vollkommen auf mein perfektes Denken und Tun baue. Natürlich versuche ich mein Bestes. Ich darf aber auch die Gelassenheit haben, Fehler einzugestehen und zu bereuen. Mehr noch: Nicht nur einmal lernte ich aus meinen Fehlern. Mit dem verbissenen Ziel vor Augen, gänzlich kontrolliert und fehlerfrei zu leben, wird mir kein frohes und glückliches Leben gelingen. Ich bin dankbar, dass mein Denken und Tun Grenzen hat und ich im letzten auf einen verzeihenden Nachbarn und auf einen liebenden Gott bauen darf. Selbst meine Schwierigkeiten werden zum Baustein fürs Glücklichsein.“

 

Der komplett sich selbst und sein Umfeld bestimmende Mensch stößt schnell an Grenzen. Hat er wirklich alles in seiner Hand? Armut und Not können Menschen auch unverschuldet treffen. Nicht jede psychische Krankheit ist eigenverschuldet. Bin ich jedoch von der Allmacht der Gedanken überzeugt, ist jeder Mensch für seine Situation selbst verantwortlich. Mitgefühl und Nächstenliebe rücken in diesem Fall sehr leicht in den Hintergrund und scheinen unangebracht: „Der ist ja selbst Schuld und könnte es anders haben.“ Menschen mit dem Glauben an die Allmacht der Gedanken, fliehen oft in Meditationstechniken, mit denen sie ihre Gefühle beherrschen können. Diese Techniken können Entspannung und Gelassenheit schenken, kreisen aber meist um das eigene Ich. Leicht geht dabei der wirkliche Sinn des Lebens, die Liebe, verloren. Die Liebe leben bedeutet, über das Ich hinaus zu wachsen. Versuchen wir heute, uns immer wieder neu so anzunehmen, wie wir sind. Betrachten wir unsere Schwächen und Grenzen mit einem liebenden Blick. Alles, was uns nicht gelingen will und was trotz unserer Bemühung wieder nicht zum Erfolg wurde, übergeben wir dem allmächtigen Gott. Vertrauen wir IHM! Wir bemühen uns um Gelassenheit.

 

aus "Dem Frieden Raum geben"

Moment mal ...

... Die Liebe ist möglich, und wir können sie tun, weil wir nach Gottes Bild geschaffen sind."

                   Deus caritas est
                   Papst Benedikt XVI

 

Tagesevangelium

Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

(7. Juli 2020)

 

„Ich frage euch etwas: lest ihr jeden Tag einen Abschnitt aus dem Evangelium? Ja, nein …
Das ist nicht schwer."

Papst Franziskus 

Unser Papst

Mit fast neidischen Blicken schaue ich einfache Dorfkapelle nach Rom zu meiner Kapellenschwester "Santa Marta". Fast täglich (außer Juli, August, Papstreisen usw.) predigt hier  Papst Franziskus. Und was er da alles sagt ... das könnt Ihr auf folgendem Link von kath.net täglich neu erfahren: mehr

Monatsbrief

Liebe Freunde,

und immer noch ist Corona-Zeit. Ein Teil der Menschen ist dankbar, dass wir in Deuschland bisher recht gut durch diese Zeit gekommen sind. Ein anderer Teil sieht sich durch die guten Zahlen bestätigt, dass alles gar nicht so schlimm ist. Ein Blick in so manch anderes Land kann in diesem Fall hilfreich sein. Und dennoch sind wir zum Lernen aufgefordert: Mit welchen Ideen können wir - bei einem evtl. erstarken des Virus bei uns - die Folgen für Kinder, Kranke und alte Menschen menschlicher gestalten. Eine Kontaktsperre für Menschen in z.B. Altenheimen ist unmenschlich. Eigene Räume, Schutzkleidung, Trennwände usw. sollen es nicht mehr so weit kommen lassen. Nützen wir die Zeit. Jeder auf seine Art und Weise. Schenken wir Zuneigung, gute Worte usw. Leben wir die Liebe...

... Euer Leo, die sprechende Kapelle aus Tronetshofen

(3. Juli 2020)

PS. Ein Christ glaubt, dass sein Leben mehr als 80, 90 oder gar 100 Jahre dauert, ja sogar ewig währt - gar keine so schlechte Aussicht.

Clemens Pickel Bischof, Saratow

Fast täglich schreibt Bischof Pickel einige Zeilen an Freunde und Interessierte über den Alltag in seiner Diözese in Russland. Ein wunderbarer Bischof, Priester, Mensch und Erzähler ...   zum Blog

 

Leben lohnt sich!

Wer will mehr Freude und Sinn für sein Leben haben? Alle! Ja, dann sofort den Button "mehr" unter dem Text anklicken und einen Abschnitt aus dem Büchlein "Es lohnt sich zu leben" lesenmehr

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Der Weg in den Himmel führt in der Regel über die Werke der Barmherzigkeit.

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