Leo, die sprechende Kapelle ...
Leo, die sprechende Kapelle ...

Für ein besseres Leben: Sieben wir die Sexualität durch ein paar Siebe ...

Liebe Freunde,

das mit dem Sex ist für mich ein schwieriges Thema. Ich lebe als sprechende Kapelle selbstverständlich zölibatär ... Nun ist es aber einmal so, dass ich inmitten der heutigen Welt zuhause bin, durch meine Übernatürlichkeit aber so manchen Einblick und so manches Wissen habe. Lasst es mich kurz sagen:

 

Die Sexualität scheint etwas sehr schönes zu sein. Und wie das mit den feinen Sachen so ist, wohl auch sehr zart, edel und zerbrechlich. So scheint es mir gut, nicht plump damit umzuspringen sondern zurerst einmal einige Siebe anzuwenden und zu prüfen: 

 

- Mein Gewissen ...

- Unabhängig vom Zeitgeist ...

- Schönheit der Reinheit ...

- Sexualität nie ohne Liebe ...

- Achtung vor der Würde des Anderen ...

- Sexualiät und neues Leben ...

- Enthaltung möglich oder nur getrieben ...

- Freude oder nur Lust ...

- Verantwortlich im Rahmen einer Ehe ...

...

 

In zahlreichen Umfragen unter Jugendlichen stehen regelmäßig Liebe und Treue, sowie familiäres Leben ganz oben auf der Wunschliste für ihre Zukunft. Doch die Träume verwirklichen sich immer seltener.  Sexualität verkommt immer mehr zur Lustbefriedigung. Die Schönheit der Sexualität zerrinnt. Enttäuschungen folgen. Die Empfehlungen des aktuellen Zeitgeistes führen weg vom Ziel. Wie konnte es zu einer solchen "Sexualisierung" unserer Gesellschaft kommen?

 

Doch wir haben unser Leben selbst in der Hand. Glaubt mir, wenn Ihr auch an die Liebe und Barmherzigkeit Gottes anhängt, die Euch die katholische Kirche über 2000 Jahre ohne Anbiederung an den jeweiligen Zeitgeist verkündet, steht jedem von Euch die Schönheit Eures Lebens offen.

 

Liebe Grüße von Leo,

Eurer sprechenden Kapelle aus Tronetshofen

 

PS: Gönnt Euch den folgenden Text, um das Eine oder Andere aus einem neuen Blickwinkel zu sehen. Ich denke, dass viele meiner Tronetshofer noch ganz brav sind und höchstens ihre Kinder in der heutigen Welt schützen sollten ...

 

Die "neue" Sicht über die Sexualität

 

... Die öffentliche Sichtweise von Liebe und Moral wurde innerhalb von wenigen Jahrzehnten durch eine anfänglich kleine Gruppe aus Gesellschaft, Politik und Medien komplett auf den Kopf gestellt. Das Ausleben der Sexualität wurde nicht mehr auf Liebe begründet, sondern zur sexuellen Lusterfüllung degradiert. Gut ist, was gefällt. Ausgelebte Homosexualität wird angepriesen. Sexuelle Wanderbeziehungen gelten als normal. Der Partner, bzw. die Partner und die gesamte Sexualität wurden zur Ware. Jede Art von sexueller Lustbefriedigung hat die gleiche Wertigkeit oder eben keine.

 

Da die sexuelle Lust auch etwas Triebhaftes hat, neigt sie dazu, immer mehr zu fordern. Ohne erzieherische Führung und ohne Miteinbeziehung der Ehrfurcht und der herzlichen Liebe entgleist diese. Menschen, die in ihrer Jugend die Enthaltsamkeit nicht gelernt und eingeübt haben, verlieren sehr leicht die Fähigkeit, einen Menschen überhaupt ganzheitlich lieben zu können. Partner werden beliebig austauschbar.

 

Pornografie und abartige Sexualität nimmt zu. Verschiedene Schätzungen sprechen in Deutschland von 200.000 bis zu 800.000 Internetsexsüchtigen. Weltweit fallen ca. 15 Prozent aller Internetseiten unter den Begriff Internetpornografie. Nach älteren Angaben werden weltweit rund 35 Prozent aller Downloads von diesen Seiten getätigt. Es wird vermutet, dass ca. 60 Prozent der deutschen Männer wöchentlich mindestens einen Pornofilm im Internet ansehen. Die Folge ist das Ausleben der Sexualität ohne Partner. Nur als Sache. Die Wirklichkeit, dass hinter jedem Sexbild und Sexfilm zumindest in ihrer Seele zerstörte Menschen stehen, wird ignoriert.

 

Eine ehemalige Pornodarstellerin flehte nach ihrem Ausstieg alle Männer in einem öffentlichen Appell an, hinter jedem dieser Mädchen doch die eigene Tochter zu sehen und auf diese Art Abstand und Abscheu von deren Sexkonsum zu gewinnen. Dies sind alarmierende Zahlen und Informationen, die eine Zerstörung des Menschen zur Folge haben.

 

Es ist gemein und stimmt traurig, dass die sexuelle Umerziehung der Gesellschaft schon bei den kleinen Kindern beginnt. Sexuell motivierte Spiele sind zum Teil schon im Kindergarten zu finden. Der Sexualkundeunterricht und zahlreiche offizielle staatliche Aufklärungsschriften dienen oft mehr der sexuellen Motivation, als der dienenden Information. Die meisten Jugendlichen sind im Besitz eines internetfähigen Handys. Somit steht ihnen die gesamte Sexwelt an jedem Ort und zu jeder Zeit ohne Einschränkung offen. Unzählige internetfähige Computer und Fernseher in den Häusern und Kinderzimmern tun ihr übriges. Wer kann dieser Versuchung widerstehen? Jung und Alt werden heute gleichermaßen verführt. Mehr noch, sie werden umerzogen. Aus dem Ideal der Keuschheit wird das Ideal des sexuell „frei“ agierenden Menschen. Man kann es auch einfach sagen: Gail ist in. Die Folge dieser als Freiheit vorgegaukelten neuen Moral ist genau das Gegenteil des Wunsches der Jugendlichen: Liebe, Treue und Familie (belegt durch zahlreiche Umfragen).

 

Fazit ist also, dass die Gesellschaft die Jugend um ihre Ideale bringt. Reinheit bis zur Ehe hat ihren tiefen Grund. Kein junger Mensch kauft dadurch eine „Katze im Sack“, sondern erkennt die Persönlichkeit und Aufrichtigkeit seiner Freundin, bzw. ihres Freundes erst wirklich. Der Verzicht auf unkeusche Bilder und Filme schenkt Kraft und Selbstbeherrschung.

 

Durch eine Freiheit, die zum Gefängnis wird, verkaufen bereits Kinder ihre Reinheit. Ein Priester erzählte mir, dass man genau merke, wann Kinder von ihrer Beziehung zu Gott getrennt werden. Es ist genau dann, wenn ihr feines Gewissen durch einen Lebensstil, der mit der Liebe Gottes nicht mehr im Einklang zu bringen ist, zerrissen wird. Die Kinder sind noch zu schwach, möchten keine Außenseiter sein und werden in die verschmutzten Lebensgewohnheiten ihres Umfeldes gezogen. Dieses Leben entfernt sie dann von der heiligen Kommunion und der Beichte, da beides gleichzeitig nur schwer bzw. nicht vereinbar ist.

 

Um einem Missverständnis vorzubeugen: Vermutlich wird niemand das Ideal in perfekter Form leben. Jeder Mensch macht Fehler, rutscht in ein Problem oder kämpft auch einmal vergebens. Jesus Christus wusste dies und hat deshalb die Sünden für uns auf sich genommen. Unsere Aufgabe besteht darin, immer wieder neu aufzustehen und nicht in der Sünde zu verweilen, die Sünde nicht als das Normale anzunehmen.

 

Was heute so vielen Jugendlichen und Erwachsenen an der wirklichen Zuwendung zur katholischen Kirche hindert ist ihr „anderer“ Lebensstil. Dieser „andere“ Lebensstil wurde erst in den letzten Jahrzehnten von der Gesellschaft eingeführt und akzeptiert. Zuvor wurde er größtenteils sogar als Gesetzesverstoß geahndet. Das Blatt hat sich komplett gewendet. Heute muss der um seinen Ruf und seine „Gesetzestreue“ bangen, der das christliche Weltbild offen vor der Gesellschaft bekennt und verteidigt. Wer z.B. einem Menschen, der seine homosexuellen Gefühle ändern möchte Hilfe anbietet, hat ein Problem. Welch fatale Wirklichkeit!

 

Trotzdem: Es lohnt sich wirklich, über den eigenen Lebensstil nachdenklich zu werden und ihn gegebenenfalls auch zu ändern. Vielleicht hilft uns das folgende Wissen ein wenig: Keine Gesellschaft, die die sexuelle Freizügigkeit in der heute propagierten Form praktizierte, konnte langfristig ihren Bestand sichern. Eine übersexualisierte Gesellschaft verliert an Kraft und Energie.

 

Aus "Der Wahrheit Raum geben", fe-medienverlags GmbH, Kisslegg,

ISBN 987-3-86357-054-5,  3,50 Euro

Moment mal ...

...wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren.

             Antoine de Saint-Exupéry

Tagesevangelium

Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

(16. Dezember 2018)

 

„Ich frage euch etwas: lest ihr jeden Tag einen Abschnitt aus dem Evangelium? Ja, nein …
Das ist nicht schwer."

Papst Franziskus 

Monatsbrief

Liebe Freunde,

ich wünsche Euch einen Advent, der Eure Herzen froh macht. Ich wünsche Euch besinnliche Stunden, in denen Ihr bis an den Grund Eurer Seele vordringt. Ich wünsche Euch gesellige Abende, in denen Ihr jemanden für ein gemeinsames Spiel findet. Ich wünsche Euch Gedanken, die Euch Freude bringen. Ich wünsche Euch Begegnungen, die in ein gutes Gespräch führen. Ich wünsche Euch eine Liebe, die alles Böse aus Euren Herzen vertreibt. Ich wünsche Euch eine Zeit des Friedens und der Umkehr. Ich wünsche Euch einen Advent voll Hoffnung - gegen alle Hoffnungslosigkeit - weil JESUS CHRISTUS die Türe zum Himmel auch für DICH geöffnet hat ...

... Euer Leo, die sprechende Kapelle aus Tronetshofen

(1. Dezember 2018)

Unser Papst

Mit fast neidischen Blicken schaue ich einfache Dorfkapelle nach Rom zu meiner Kapellenschwester "Santa Marta". Fast täglich (außer Juli, August, Papstreisen usw.) predigt hier  Papst Franziskus. Und was er da alles sagt ... das könnt Ihr auf folgendem Link von kath.net täglich neu erfahren: mehr

Clemens Pickel Bischof, Saratow

Fast täglich schreibt Bischof Pickel einige Zeilen an Freunde und Interessierte über den Alltag in seiner Diözese in Russland. Ein wunderbarer Bischof, Priester, Mensch und Erzähler ...   zum Blog

 

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