Leo, die sprechende Kapelle ...
Leo, die sprechende Kapelle ...

Leben ist Sterben und Sterben ist Leben ...       Leicht gesagt!

Liebe Freunde,

 

bitte versteht mich richtig, als 250 Jahre alte sprechende Kapelle, hat man vermutlich andere Gefühle als ihr Menschen. Darum tue ich mich mit Gedanken über das Sterben leichter. Meine Devise ist: Leben ist Sterben und Sterben ist Leben.

 

Eure Trauer ist verständlich. Wer etwas wertvolles verliert tut sich schwer damit. Also, weinen ist erlaubt. Aber ich weiß aus sicherer Quelle, dass Eure vermeintlich Toten leben. Und das in aller Regel nicht schlecht und ewiglich ohne weiteren Tod. Das Leben, die Mühsal und das Sterben waren lediglich Geburtswehen für etwas ganz Großes. Ich bitte Euch, gönnt Euren Verstorbenen das ewige Leben bei Gott. Hadert auch in schwierigen Situationen nicht zu stark mit dem Warum und Wiso. Der Gott, der die Welt erschaffen hat und der den Menschen das Leben erst ermöglichte, ist größer und weiser als wir. Wenn Ihr Euch um das Seelenheil Eurer Verstorbenen sorgt, legt diese Sorge in Gottes barmherzige Hände und betet für sie. Gebet ist übrigens das schönste Band und Geschenk, das Euch in der Zukunft verbindet. Wir glauben, dass die Verstorbenen bei uns sind, unser Leben begleiten und das Band der Liebe erhalten bleibt. Dies führt uns früher oder später in der ewigen Gemeinschaft der Heiligen zusammen. Dafür solltet Ihr Lebenden Euch bemühen. Also: Gönnt den lieben Verstorbenen den Frieden und die ewige Freude. Für Euch gilt aber: Jeden Tag geht die Sonne neu auf. Freut Euch am Leben. Seid dankbar und fromm. Bleibt nicht in der Trauer stecken. Jeder Tag bringt neues - und darunter auch Freude, Glück und Segen. Seht das Schöne der Welt. Erfreut Euch an der Wahrheit und der Liebe Gottes. Lebt hoffnungvoll ...

 

Und, wenn der Tod ein großes Schicksal war. Nicht verzweifeln. Vertraut auf Gott und die Zukunft. Nochmal: Immer wieder geht die Sonne auf. Macht die Fensterläden und Rollläden Eurer Seele auf. Genießt die Strahlen aufs neue. Lasst die Trauer nicht zu einer Stolperfalle werden. Es würde alles nur noch dunkler und trostloser machen. Friede ist alleweg in Gott (frei nach Bruder Klaus von der Flüe).

 

Den folgenden Text hat mir mein Freund Stefan Bischoff zugesandt. Er hat mir so gut gefallen, dass ich ihn Euch nicht vorenthalten möchte.

 

Liebe Grüße von Leo,

Eurer sprechenden Kapelle aus Tronetshofen

 

 

Anvertraut und zugemutet

 

Warum ist es so schwer, zu begreifen, dass wir kein Leben haben. Wir haben uns weder gewollt, noch haben wir uns geschaffen. Wir haben die Umstände unseres Lebens nicht festgelegt, noch können wir verhindern, dass wir sterben. Nein, wir haben kein Leben. uns ist das Leben für eine kurze Zeit geliehen. Im Sterben werden wir es zurückgeben, denn es hat uns nie gehört. Würde es uns gehören, so wäre es zu Unrecht, dass wir es nicht behalten. Wir sind dem Leben für kurze Zeit geliehen. Unsere Möglichkeiten sind gebrechlich und unsere Zeit verwelkt. Unsere Jahre schwinden dahin, und viele Träume verblassen, ohne je gelebt zu sein. Welche Gewissheit soll mich da leiten und führen?

 

Unser Leben wird uns täglich anvertraut. Doch nicht nur das. Es wird uns auch täglich zugemutet! Wir werden einmal erkennen, wie wir die Zumutung und das Vertrauen erwidert haben. Habe ich das Glück des Nächsten und das Glück Gottes gesucht, dann ist meinem Leben alles gelungen, was ihm je gelingen kann. Hat mein Leben nur das Eigene gesucht, dann hat es alles verloren, was es verlieren kann. Denn mein Leben ist mir gegeben, damit ich das Leben im anderen sehe, es ansehe, fördere und liebe. Wir sollten uns regelmäßig ansehen und uns selbst fragen:"Per sonum!" - "Was kommt durch dich zum Klingen? Antworte mir!"

 

Wor einiger Zeit war ich für drei stille Tage in der Probstei St. Gerold im Großen Walsertal. Es war ein warmer Maitag, und ich ging den kurzen, steilen Fußweg zum Klosterweiher hinab. Als ich aufsah zu den Bergen, spürte ich die Frühlingswärme der Sonne auf meinem Gesicht. Ich hörte den Bach und sah das in der Sonne erleuchete junge Grün der Baumgruppe vor meinen Augen. Da sprach Gott mir ein Wort ins Herz: "Sieh es dir an! Sieh hin, spüre es und höre es: Das alles habe ich für dich geschaffen! Nur dich - dich selbst habe ich nicht für dich geschaffen!"

 

aus Martin Schleske Der Klang (vom unerhörten Sinn des Lebens) - Kösel-Verlag, München

Moment mal ...

... Untätigkeit schwächt, Übung stärk, Überlastung schadet.

             Sebastian Kneipp

Tagesevangelium

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

(17. Juli 2019)

 

„Ich frage euch etwas: lest ihr jeden Tag einen Abschnitt aus dem Evangelium? Ja, nein …
Das ist nicht schwer."

Papst Franziskus 

Monatsbrief

Liebe Freunde,

Danke und Vergelt´s Gott an alle, die bei der feierlichen Wiedereröffnung meiner neu sanierten Kapelle mitgeholfen haben. Ich als Kapelle kann die sinngemäßen Worte von Weihbischof Florian Wörner nur unterstreichen: Jeder hat nicht nur eine Mission, sondern jeder ist eine Mission. Jeder kann zur Quelle für seine Mitmenschen werden. Einen schönen Sommer wünscht Euch ...

... Euer Leo, die sprechende Kapelle aus Tronetshofen

(1. Juli 2019)

Unser Papst

Mit fast neidischen Blicken schaue ich einfache Dorfkapelle nach Rom zu meiner Kapellenschwester "Santa Marta". Fast täglich (außer Juli, August, Papstreisen usw.) predigt hier  Papst Franziskus. Und was er da alles sagt ... das könnt Ihr auf folgendem Link von kath.net täglich neu erfahren: mehr

Clemens Pickel Bischof, Saratow

Fast täglich schreibt Bischof Pickel einige Zeilen an Freunde und Interessierte über den Alltag in seiner Diözese in Russland. Ein wunderbarer Bischof, Priester, Mensch und Erzähler ...   zum Blog

 

Leben lohnt sich!

Wer will mehr Freude und Sinn für sein Leben haben? Alle! Ja, dann sofort den Button "mehr" unter dem Text anklicken und einen Abschnitt aus dem Büchlein "Es lohnt sich zu leben" lesenmehr

    Links

Heilige

Maria,

wir danken dir für dein Kommen am 13. Mai 1917 in Fatima.

Barmherzig?

Der Weg in den Himmel führt in der Regel über die Werke der Barmherzigkeit.

Jahre der Barmherzigkeit/Texte zu allen 14 Barmherzigkeitswerken

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Leonhardskapelle